Eine kalte Winternacht im Dezember. Der eisige Wind streift durch die
Straßen. In einem Krankenhaus in Wuppertal Elberfeld durchdringt ein Brüllen
die adventliche Stille: Ich bin da. Noch namenlos, aber äußerst lebendig.
Bereits in diesem zarten Alter verursache ich meiner Mutter zahllose
durchwachte Nächte (was sich übrigens später im Teenageralter fortsetzt).

Das Leben wirbelt mich durch verschiedene Städte, mal mehr mal weniger
angenehm, bis ich schließlich in Nordhorn lande, wo ich 1975 mein Abitur
mache.

Das anschließende Studium an der WWU gefällt mir vor allem wegen derskaliertFreiheit: Partys, Uni-Feten, „durchquatschte“ Nächte, lange unbeschwerte
Urlaube mit fast schrottreifen Autos und in Zelten, die sich in ihrem
Inneren bei Regen gerne in Sprühduschen verwandeln.

Trotzdem gelingt mir im Mai 1985 der Magisterabschluss in Germanistik,
Publizistik und Soziologie. Dann folgen Hochzeit, Arbeit und 1989 das erste
bzw. 1993 das zweite Kind. Diese Beiden bescheren uns erneut durchwachte
Nächte, bereichern aber vor allem unser Leben.

Ab 2002 heißt es dann: Die Schule ruft. Als Dozentin für „Deutsch als
Fremdsprache“ steige ich nach einer Zusatzqualifikation bei der VHS Münster
ein. Der Deutschunterricht für ausländische Erwachsene ist ein ständiger
Austausch, wir lernen alle voneinander, vor allem Toleranz.

Und dann erwischt mich 2013 eine Ausschreibung der S. Fischer Verlage, es
geht um den Agatha-Christie-Krimipreis 2014. Warum nicht? Von dem Zeitpunkt
an sitze ich ständig am PC: Zunächst im Word- und anschließend im
Mailprogramm. Beides hat sich gelohnt: Ich bin nominiert und mein Kurzkrimi:
„Dumm gelaufen“ wird in der Anthologie: „ Heute hier, morgen Mord“
veröffentlicht. Seitdem kann ich nicht mehr aufhören…

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